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Ein Cabrio 1303 S musste es sein!

DÖKS Auto der Woche

nach dem ich (der junge Mann mit der dunklen Brille) meinen ersten goldfarbenen VW Käfer 1303 S im Herbst 1977, in einer bekannt gefährlichen Kurve , zu Schrott gefahren habe; (zum Glück habe ich nur eine kleine Riss-Quetsch-Wunde

an der linken Stirn erlitten, welche mein Vater als Arzt in seiner wirklich raren Freizeit sehr missmutig/griesgrämig zusammen flickte) musste ich auf Grund von chronischem Geldmangel ein Jahr lang die Pedale treten.

Ende 1978 hatte ich endlich so viel Geld gespart sodass ich mir einen neuen Wagen kaufen konnte.
Ein VW Käfer Cabrio 1303 S sollte es werden. Ich sondierte bei unserem lokalen VW Händler immer wieder das Sortiment. Da stand er, ein moderner GOLF I in inarisilbermet. mit 70PS, plötzlich vor mir und ich konnte diesem modernen GOLF I einfach nicht widerstehen. Somit war der Traum vom VW Käfer Cabrio 1303 S vorerst verflogen.

Zwischenzeitlich zog auch die Zeit der Familiengründung ins Land und somit entwickelte sich auch der Familienwagen vom Golf I in Richtung eines 4 türigen AUDI 80 GLS und darauffolgend zum AUDI A6 Firmenwagen.

Der Gedanke an ein VW Käfer Cabrio 1303 S lies mich aber nie wirklich los und so begann ich 1989 nach einem Wagen zu suchen um diesen selbst zu restaurieren. Die Produktion des Käfer Cabrios bei Karmann wurde ja bekanntlich am 10. Jänner 1980 eingestellt.
Ich wurde Im Frühjahr 1991 in Marquartstein am Chiemsee fündig und ich importierten den gebrauchten Wagen nach Österreich.
Zügig begann ich mit der Zerlegung des Wagens und ein Bekannter erledigte die minimalen Schweißarbeiten. Zu der Zeit konnte man jegliche Ersatzteile noch beim lokalen Händler bestellen und somit wurde die Restauration mit originalen Ersatzteilen wie neue Türen, Kotflügel, Frontscheibe, Stoßstangen, Dichtungen etc. vorangetrieben.
Da ich einer zwei Generationen hindurch Ärzte Familie entstamme und selbst eine kfm. Tätigkeit ausübe, bis zum Zeitpunkt der Restaurierung nichts mit KFZ Technik im Hut hatte, bekam ich eines Tages von meinen Eltern einen Scherz-Aufkleber an die Garagentür geklebt:

Es sollte ein CABRIO werden irgendetwas lief schief!

Dies spornte mich so an und ich entwickelte einen unbändigen Ehrgeiz damit ja nichts schief läuft! Somit wurde die Restauration bis auf die Lackierung selbst erledigt und von meinen Eltern, die waren über meinen Fähigkeiten restlos erstaunt, bekam ich als Geschenk eine silbernen Autoschlüssel Anhänger, mit dem Heiligen Christophorus dem Schutzpatron der Reisenden, welchen ich heute noch besitze und in Ehren halte.

Mit diesem VW Cabrio verbinde ich viele schöne Stunden mit meiner Familie und den Stammtischkollegen.
Teilnahme an über 100 nationalen und internationalen Treffen sowie auch zahllose Urlaubsfahrten sowie Stammtisch – Ausflugsfahrten.