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Hebmüller Nr. 225

DÖKS Auto der Woche

Hebmüller Nr. 225

Es gibt Dinge, die man so nicht erwartet.

Im Jahr 2000 macht sich unsere DÖKS-Runde auf und fährt zum Käfertreffen nach Wolfsburg. Was liegt näher, als einen Freund im Autohaus Wentorf-Schenkhut in Osterode am Harz zu besuchen.

Bei Kaffee und Kuchen zeigt er uns die private Sammlung seines Chefs: Schwimmwagen, Kübelwagen, Karmann Ghia Cabrio, Jubikäfer und ein Hebmüller-Cabrio. Auf allen Fahrzeugen  steht ganz groß: Unverkäuflich – Bitte nicht berühren!

Wir waren sehr berührt und wollten die Schätzchen kaufen, aber ….

Einige Jahre später stirbt der alte Herr, einige Fahrzeuge stehen zum Verkauf, man erinnert sich an uns , wir werden kontaktiert, fahren kurzum hin und kaufen neben dem KG den Hebmüller mit der Karosserienummer 225.

Bei dem Volkswagen handelt es sich um ein frühes 1949er Auto mit kleinem Tank, geradem Stirnblech und Seilzugbremse. Den Umbau erledigt im Auftrag von Volkswagen die Fa. Hebmüller in Wülfrath.  Am 17.11.1949 verlässt das Cabrio die Firma in Richtung Norden und wird in Pinneberg das erste Mal zugelassen.

Es war für mich wie Weihnachten in meiner Kindheit , wo man ein Geschenk mit Tränen in den Augen auspackt hat, als mein Hebmüller vom Autotransporter im März 2007 zu Hause entladen wurde.

Aufgrund der langen Standzeit im Privatmuseum wurde das Auto technisch durchgesehen und dann sofort gefahren. Im ersten Winter folgte eine Motorüberholung und im Jahr darauf die ersten großen Ausfahrten  zu Treffen in Österreich, Deutschland und auch Lavenham in GB.

Seit dieser Zeit sind wir mit unserem Heb zu vielen Treffen im In- und Ausland gefahren.

Dass wir im Jahr 2002 Frau Liselotte Hebmüller – die Witwe von Paul Hebmüller, einem der beiden Hebmüllerbrüder und Firmenbesitzer – kennenlernen durften, war offensichtlich kein Zufall sondern offensichtlich ein Zeichen.